Aufnahmeprüfungen bei Schauspielschulen – Ablauf, Anforderungen, Inhalte
Dienstag, den 25. Januar 2011Der Ablauf der Prüfung: Exemplarische Skizze
Von Schule zu Schule kann die genaue Art und Weise von Prüfungsveranstaltungen variieren. Eines jedoch haben alle Aufnahmeprüfungen gemeinsam: Es sind dies zwei oder mehrere Vorträge dramaturgischer Literatur, zu deren Erarbeitung ein Bewerber eingeladen wird. Dies können Monologe oder andere Texte aus einem Theaterstück sein oder auch Zeilen oder Werke der Dichtung. Das Prinzip einer solchen Prüfung ist es, dass ein angehender Schauspieler der Schauspielschule signalisiert, wie klar ihm die nuancenreiche Vielschichtigkeit des Schauspielberufs an sich ist bzw. mit welch einer konkreten Erwartungshaltung er auf die Ausbildung zugeht. Es kann sein, dass Juroren auch während der Prüfung noch mit dem Aspiranten an seinem Vortrag arbeiten, um zu testen, wie flexibel er sich unterschiedlichen Regieanweisungen, Arbeitshinweisen und auch kritischen Äußerungen anpassen kann (zuweilen wird seitens der Prüfer bewusst ein “rauher Ton” eingesetzt, um den Bewerber auch einer solchen Extremsituation zu unterziehen). An einem Tag prüft eine Kommission eine Anzahl von Bewerbern nacheinander (möglicherweise nach einer gemeinsamen Aufwärmübung) – und teilt jedem nach Ablauf in einem persönlichen Gespräch das Ergebnis mit. (weiterlesen …)